Kompositionen Vorwort

Ein Vorwort:

Ich verstehe mich nicht im „wirklichen Sinne“ als Komponist, sondern eher als komponierenden Musiker. Komponieren als „Schreibtischtäterschaft“ hat mich nie gereizt. Ich wollte immer Musik spielen, nicht nur schreiben. Für meine Ensembles habe ich immer schon Musik komponiert, aber als Jazzkompositionen können sie erst durch Improvisation zum Leben erweckt werden.

In den letzten Jahren sind einige Auftragswerke im weltlichen Bereich entstanden wie „Giulio Caesare Egitto“, „Winterreise“ und „Orpheus und Eurydike“, die relativ großen Kompositionsaufwand erforderten und durch die ich wichtige Erfahrungen sammeln konnte. Parallel dazu sind Chorwerke entstanden und in jüngster Zeit die Kantaten „Nein, lieber Mensch, so nicht!“ (2014), „Wassermusik“ (2015) und „Feuermusik“ (2016).

Durch diese Arbeit bin ich nun an einem Punkt angelangt, an dem mich das konzeptuelle Arbeiten an einer Komposition so begeistert, dass ich insbesondere für Kinderchöre weiter komponieren möchte. Hier gibt es nach meinem Dafürhalten eine Leerstelle in der Kinderchor-Literatur: Anspruchsvolle Texte und Themen mit guter, moderner Musik (keiner Popmusik!) zu verknüpfen und diese mit dem in der Kirche vorhandenen Instrumentarium (Orgel, Klavier, Clavichord, Percussion) mit wenig Personal, wenig technischen Aufwand und ohne szenisches Spiel in einem stimmigen Konzept zu präsentieren. Mit größtmöglicher Wirkung in Hinblick auf Klang, Raum und Inhalt.

Ich stelle gerne Aufführungsmaterial zur Ansicht zur Verfügung. Nehmen Sie dazu bitte mit mir unter Kontakt auf.