Daniel Stickan

Daniel Stickan wurde 1980 in Göttingen geboren. Früh begann er sich für Jazzpiano und Kirchenorgel zu interessieren und hatte bereits im Alter von 15 Jahren eine Festanstellung als Organist. An der Hamburger Musikhochschule studierte er künstlerisches Orgelspiel bei Prof. Pieter van Dijk, Jazzpiano bei Prof. Dieter Glawischnig, Vladislav Sendecki, Prof. Jürgen Friedrich und Bobo Stenson und klassisches Klavier bei Prof. Ralf Nattkemper und Prof. Volker Banfield. Er besuchte Orgelmeisterkurse bei Wolfgang Zerer, Harald Vogel, Theo Jellema und Hans-Ola Ericsson. Daniel Stickan erhielt mehrere Auszeichnungen und spielte als Organist oder Pianist auf Festivals u. a. in Kopenhagen, Montreux, Toulouse, Alkmaar, Prag, Düsseldorf, Hannover, Berlin, Hamburg, Bad Homburg und Göttingen. Sein Orgelrepertoire umfasst neben dem gesamten Orgelwerk von J. S. Bach zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts und sein Interesse und Einsatz für neue Musik führte zu mehreren Uraufführungen. 2009 wurde er als Organist und 2014 als Jazzmusiker Stipendiat des Niedersächsischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. Er schrieb und spielte Bühnenmusik für Monica Bleibtreu, Jutta Hoffmann und Dietmar Mues und komponierte Neubearbeitungen von Opern von C. W. Gluck, G. F. Händel sowie von Schuberts Winterreise für große Besetzungen. Seine Kantaten „Nein, lieber Mensch, so nicht!“ (Ko-Komponist: Uwe Steinmetz) und „Wassermusik“ (Auftragskomposition der Hamburger Kinder- und Jugendkantorei) wurden in Hamburger Hauptkirchen uraufgeführt und auf CD veröffentlicht. Von 2007 – 2013 erfüllte er einen Lehrauftrag für Klavier an der Musikhochschule Hamburg. CD Veröffentlichungen (u.a. Bachs Goldberg-Variationen und mehrere Beiträge für die Edition Chrismon) sowie Veröffentlichung eigener Chorsätze im Bärenreiter-Verlag (»Chorbuch Reformation«) und Beiträge für Rundfunk, Fernsehen und Fachzeitschriften ergänzen sein Schaffen. Mit Uwe Steinmetz entwickelt er neue Formen von Kirchenmusik und leitet gemeinsam die „Edition Jazz aus Kirchen“. 2014 organisierten beide im Auftrag der EKD eine Konzert- und Predigtreihe mit 70 Terminen in 14 deutschen Städten, die Jazz und Theologie neu zusammenführte.

„Mittlerweile hat er sich die Kirchenorgel derart anverwandelt, dass er sie im erhabenen Niemandsland zwischen Improvisation und Komposition so zu spielen vermag wie niemand sonst.“ (Hamburger Abendblatt)

„Jazz mit Kirchenorgeln ist nach wie vor etwas Besonderes. Es gibt zwar viele sehr gute Organisten, aber Musiker, die die Fähigkeit haben, auch die rhythmischen Komponenten des Jazz auf dieses Instrument zu übertragen, sind rar. Daniel Stickan ist da eine absolute Ausnahme.“ (NDR)

„Das Werk von Steinmetz & Stickan gehört zum Spannendsten und Spannungsvollsten, was es zurzeit in der neuen evangelischen Kirchenmusikszene gibt. […] atemberaubend und unbedingt hörenswert.” (Zeitzeichen)

Zum Artikel der EKD über Daniel Stickan im Rahmen der Lutherdekade „Reformation und Musik“