Tonus Duo – „D“


Label: Blacklistedrecords

Daniel Stickan (piano)
Felix Behrendt (bass)

1 Abendlied
2 Denkmal
3 Träumerei
4 Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück
5 Weine nicht, weine nicht, musst nicht traurig sein
6 Nun danket alle Gott
7 Nationalhymne
8 Guten Abend, gute Nacht
9 Der Mond ist aufgegangen
10 Erquicke mich mit deinem Licht
11 Land unter
12 Für mich soll’s rote Rosen regnen
13 Weisst Du Wieviel Sternlein Stehen?
14 Horizont

… der Pianist Daniel Stickan und der Bassist Felix Behrendt zusammen, um Stücke aufzunehmen, die ganz demütig von einem neuen deutschen Selbstbewusstsein künden. Ihr Ansatz: „Als Land der Dichter und Denker kann Deutschland auf einen reichen Schatz an vertonten Texten blicken.“ Im Duo, ohne Gesang, wandeln Stickan und Behrendt durch die Geschichte. Ihre persönlichen „Germany’s Greatest Hits“ – vom Choral „Nun danket alle Gott“ über „Der Mond ist aufgegangen“ bis hin zu Grönemeyer („Land unter“) und Wir sind Helden („Denkmal“) – interpretieren sie auf ganz erstaunliche Weise. Immer mit ganz großem Respekt vor den Melodien (Bassist Behrendt erinnert oft an den dänischen Tiefton-Flankengott Niels-Henning Ørsted Pedersen) und ohne dabei jemals in die Abseitsfalle des Kitsches zu tappen. Bestes Beispiel unter vielen guten, berührenden ist die, jawohl, Nationalhymne. Stickan und Behrendt zerlegen sie sacht in ihre Elementarteile. Da ist weder Pathos noch ätzende Komik am Werk. Sondern einfach nur Interesse an einem bemerkenswerten Stück Musik. Dieser leise Patriotismus gefällt – auch nach der Weltmeisterschaft. — Rondomagazin.de, 01.09.2006 von Josef Engels

…Ihre erste Produktion … findet bundesweit Beachtung. …Dabei zielt die Musik kaum auf ein großes Publikum. Die Titel der 14 Stücke sind vertraut: „Der Mond ist aufgegangen“ von JAP Schulz beispielsweise, Hildegard Knefs „Für mich soll´s rote Rosen regnen“, das Kinderlied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“, das „Denkmal“ von Wir sind Helden und Udo Lindenbergs „Horizont“. Deutsches Liedgut aus verschiedenen Epochen also, dafür steht das „D“, das ist der Name des Albums, sogar die Nationalhymne ist drauf. Zu erkennen ist die Herkunft der Melodien nicht leicht und auch nicht immer: Behrendt und Stickan sind Lyriker, Freigeister, meist Wanderer und zuweilen Sprinter. Mal wird das Thema als Intro kurz angejazzt, fortgesponnen, durch Harmonien und Melodien getragen, oder es taucht mittendrin als Fragment auf. Ein andermal geht es eher um die Grundstimmung, Grönemeyers „Land unter“ erscheint als sphärisches Klanggemälde. Dabei driftet das Duo nicht in Beliebigkeit ab, das Konzept schimmert durch. Und ein bisschen Rätselhaftigkeit hat dem Jazz noch nie geschadet. … — Frank Füllgrabe in der Lüneburger Landeszeitung vom 29.06.06

Reiche Jazzernte im Hamburger Hochsommer …Die beiden Klangschürfer treiben ein raffiniertes Spiel mit den Wiedererkennungseffekten und haben sich ein Programm zusammengestellt mit den Liedern der Deutschen von „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ bis zu Judith Holofernes'“Denkmal“, in dem sie immer wieder die in den Baß verlegten melodischen Bögen ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen.
Stickan, der an der Musikhochschule neben Jazzklavier auch Kirchenorgel studiert hat, hüllt sie in ein Kontinuum aus gebrochenen und Blockakkorden, das ihnen die plumpe Eindeutigkeit gründlich austreibt. Und Behrendt weitet den klanglichen Raum bis an die Grenze zum Geräuschhaften aus. So wird auch die Nationalhymne nicht umkurvt: Doch jedes patriotische oder denkmalstürmerische Pathos scheint ihr von den Schultern gerutscht. Schnell kommen da die Bedeutungsebenen ins Flimmern, schnell beginnt der Hörer, zwischen seligem Wiedererkennen und der Irritation des Fremden hin- und herzuschalten, die bekannten Melodiefetzen im neuem Klanggewand wahrzunehmen und sich von den vertrauten Weisen auf neue Weise berühren zu lassen. … — Die Welt, 26.07.2006, Artikel von Stefan Hentz

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